Raphta the carnivorous plant, 2019

I am Raphta, the carnivorous plant,
I eat meat.
If I ate fennel, flowers and banana
I would be a cannibala.

I am Raphta Banania,
Carnivoria Plantaria,
I am all white,
the queen of all greens
representant of maple in outer space,
on the moon and planet Venus
where everything flows
where everything flourishs....
where there is the trap, just in case
and goats are amazed being fried
I am the sapphire allahness of the occident
the tin god mumbo jumbo of rowan berries
jehova of believers in green.

I am Raphta, the carnivorous plant,
I eat meat.
If I ate fennel, flowers and banana
I would be a cannibala.

Beef and Sheep and Kinderschnitzel
Chicken, Goats and Birds,
Mice, Snails and Snakes...

Ode an das Feuer, 2015

Du schliefst lange in verwitterten Pflanzen
bis ein Mensch Dich daraus befreite.
Du warst abgesandter Lichtbringer der Sonne,
doch abtrünnig, wir sehen Dich nicht mehr.
Bist Du wirklich erloschen?

Du hast es weit gebracht hier auf Erden
mit Deinem Wesen, hast viel erreicht,
entscheidungsfreudig ausgetilgt, was Dich störte
und wohlwollend warm für das andere.

Wir sind stolz auf Dich!
Das Leben wurde schön für uns,
aus Eisblumen wurden Sonnenblumen
und aus Sonnenblumen wurden Feuerblumen.
Vergessen war die Sonne und ihre Notwendigkeit.

Dann kam es wohl zum Streit zwischen Euch.
Das Muttersonnentier verzichtete ungern
auf seine brennende Unentbehrlichkeit.
Und Hass loderte auf gegen dich, Feuer,
gegen Deine neue Kleinheit, Beherrschtheit,
und Lebensangewandtheit.
Das menschliche Mass, Dein neuer Maßstab.

Und wir, Wesen aus Wasser, Haut und Knochen,
sahen hilflos zu wie Sonne und Feuer entloderten,
in Schall und Rauch entzweit.
Wie traurig für alle Beteiligten!

Du hast Dich auf uns eingelassen,
aber wir sind kein angemessener Umgang für Dich.
Da wurdest Du enterbt und das Feuer erlosch
kein Kontakt mehr-
Entfremdung,Verbitterung und Einsamkeit.

Du bleibst verschwunden, Feuer,
und nimmermehr gefunden: Wo bist Du?

Vereinzelt lodern kleine Flammen aztekenhaft weiter
und Du Feuer strebst mit Ihnen zurück in die Höhe
aber wie ? Es sind ja Lichtjahre zurückzulegen.

Mit der Entfremdung von der Sonne wurdest Du,
mein Feuer, schwach und wir lernten Dich zu beherrschen.
künstlich, künstlerisch, technisch und psychologisch,
pragmatisch, apollinisch aber ohne Verstand.

Die Erfahrung dieser Macht hat uns nicht gutgetan
wir verlernten auf gute Weise zu sterben,
wie wir es doch einst gewohnt waren im Inneren der Feuermaschine.
Bitte komm wieder Feuer,
in alter Stärke, denn wir wollen brennen
und wir wollen keinen laschen wässrigen Luschentod sterben!

In Indien gibt es eine versprengte Truppe,
die Dich still verehren in bescheidenen Tempeln,
recht haben sie-
aber wo kämen wir denn da hin-?!

Wenn einer von Ihnen stirbt
werden die Körper in majestätischen nach oben offenen Türmen
den Geiern zum Fraß vorgeworfen.
Und die Sonne kann vorbeischauen und mal "Hallo!" sagen.Feuer, auf Dich erheben wir unser öliges Glas
mit Feuerwasser, hoch lebe das Feuer!

Angela Fette, August 2015

What my work is about 2015

My name is Angela Fette.
My surname Fette is a sharp witness of my northern germanness.
My first name Angela is a witness for my parents belief in humanism
With its roots in italian classicism and renaissance.
Do you see this in my work?

I grew up well protected, also not poor.
Yet- maybe the climate was a bit too cold.
Ouside and Inside.
I didn’t have to escape from insecure political situations
evil dictatorships or not knowing what to eat the upcoming day.
Is this a mental disadvantage to produce good art?

The most exciting thing happening to me in my childhood
Have been long walks with my dachshound
In the german woods.
But you won’t see that in my work.

Fridolin the dachshound sometimes disappeared in the dark
green grey underwood and
I was afraid he wouldn’t find his way back to me,
trapped in a narrow badgers set,
Fridolin never knew how to walk backwards.
And that could have meant his death in the badgers oneway tube.
But you will not find these traumatic experiences in my work.

In elemantary school I took part in the subject „Reading“
So I in several art academies I could use the acquired potential
To read the relevant french philosophers
Their names mostly starting with a D or an F
Also some other personal writers and poets, I loved and read.
their names starting with an N and a P.
If I understood what I read?
You won’t find the answer in my work.

I also couldn’t avoid to learn writing
In elemantary school.
so I ended up writing things
like you are listening to right now.
But- will you find these words reflected in my work?

What you may find in my work
is an undefined fear spinning around me
like a pale moon rotating around earth
throwing an icy wandering shadow on special places
in my soul.
It keeps away the sleep and makes me restless.
While a grinning alien skull is sitting in my neck-
finding it very funny.
This is what you can see in my work right now.
( by the way)

What you maybe may see in my work
Is my ecstatic pleasure of life
The will to dance and laugh and to get lost.
while earth is staggering elliptically around the sun.

What you can find in my work is a desperate belief in the surface itself,
In the case of my work colourful, glowing and comitting.
Because the appearances of life are the most evident
and they don't allow no protest and you just have to react to them.
There is only surface, yet sometimes folded,
no hidden linguistic depths,
no narration,
no truth behind the truth,
what you see is what you get

My work is about pathos, it is epic, romantic and universal.
and I even dare to say that my works is about light and dark
evil and good, the eternal circles of life and death and the mistery in between.
It does not relate to my personal history, social position or origin,
although you may find traces of me in the traces of the brush.
The Me is on the surface.

Der ästhetische Mensch, 2008

steht für einen Lebensentwurf, der einer zirkulären Auffassung von Geschichte, Kunstgeschichte und eigener Biographie folgend, Auseinandersetzung mit klarer Schönheit als Gegenentwurf zum linear aufgefaßten, zielorientierten, sinnfreien Utilitarismus vorschlägt.

Er heißt es für gut, sich mit Kunst zu beschäftigen, parallel ablaufend zu der Auseinandersetzung mit dem Knopf an einem Aufzug, der jemanden in den 1.Stock eines Hauses fährt, wo telefoniert wird und Buchstaben in immergleicher Reihenfolge in den Computer getippt werden.

Kausalzusammenhänge sind in dem Zusammenhang völlig aufgehoben, wenn nicht sogar abgehoben.

Oberfläche
Die Oberfläche ist ein eingefrorener Prozeß: sie wird immer und immer nach außen gestülpt, obwohl wie der Name schon nagt, die Oberfläche sowieso schon oben flacht (spiegelglatte Popperplane).

Die Tautologie des Sowieso zieht sich rotfädig durch jederkünstler Arbeit:
sowieso schon dagewesen, sowieso schön, sowieso von dem, sowieso so-wie-so.
In diesem Text steht die Oberfläche für Sinnfreiheit, und die Tiefe, die hier noch gar nicht erwähnt wurde, weil eine irreführende Vorstellung vom Sein, für Sinn.
Deswegen müssen Bilder glatt sein und oberflächlich:

- Transparent die Anwendung,

- Raffinesselos die Fehler,

- Undurchsichtig die Absicht (geschlossen, knüppelhell).


Utopie (Kernfusion der Identitäten)

Die Sehnsucht nach Utopie und allumfassender Weltanschauung ist da, sie folgert aus der Implosion des unteilbaren Individuums.
(der Druck zur Utopie: ein Wiederzusammensetzen auseinandergesplitterter Wirklichkeiten zu Einer – aber säuberlich getrennt:
hier ist das Individuum, da ist das Indivium, hier ist die Identität, da die Wirklichkeit: der apollinische Irrtum von heute. Begriffe retten.)

In der Kunst kennt man sich manchmal besser aus, ein Künstler ist in Form "seines" Werkes oder eines "anderen" Werkes mit den So-Wie-So- Fragen konfrontiert:
"Was ist echt, was ist unecht, neu, originell, authentisch, identisch, was ist jetzt angemessen?"
Aber auch hier kennt man die Affinität zur Idee, ein Drängen zu Verklumpung.

Doch dann: Man wende den Blick gen Mekka.

Lieber doch nicht. Wir verbrennen keine Flaggen, wir entwerfen immer neue oder flicken alte, die dazu auch noch gut noch aussehen. Et voilà!

Lieber Kunst, Künstlerin sein als Repräsentantin einer schon eingetretenen Utopie, real existierend, parallel, aber letztendlich sich doch überschneidend, wenn man eine sich biegende Linearität annimmt.
Die Kunst findet hier und heute statt auf einer Plattform der Tatsachen, auf einem Stück Erde, die nicht der Mond ist. Sie ist öffentlich, unindividuell, und elementar!
Für eine Freie Kunst, gegen weltanschauliche Verseuchung! Hurra, Hurra!



(Also:
das künstlerische Sendungsbewusstsein darf niemals unterschätzt werden, auch nicht bei...,

der vermeintliche Inhalt kann nicht tief genug unterschätzt werden, auch nicht bei... .)